Zeitenwandel: Digitalisierungstrend befeuert die Elektromobilität

Lange Zeit war Elektromobilität ein etwas belächeltes Nischenthema. Mittlerweile ist das nicht mehr so. E-Mobilität ist einer der großen Trends für die Zukunft. Das liegt an der ausgereifteren Technik von E-Autos, den besser werdenden Lademöglichkeiten, politischer Förderung und natürlich auch am wachsenden Bewusstsein für Umweltprobleme und Klimawandel. Aber noch ein weiterer Faktor hat entscheidenden Anteil am Wachstum des Sektors Elektromobilität. Und das ist die Digitalisierung. Sie ist zurzeit in aller Munde und erobert immer mehr Bereiche. Der Elektromobilität verleiht das in vielerlei Hinsicht Auftrieb.

E-Mobilität kommt den Ansprüchen einer digitalen Welt entgegen

E-Antriebe und Digitalisierung gelten als die entscheidenden Zukunftstrends im Mobilitätssektor. Und dabei haben sie viele Überschneidungen und Gemeinsamkeiten. Der digitale Wandel wird aktuell überall vorangetrieben. Und auch die Elektromobilität nimmt zu. Anfang 2020 waren von etwa 48 Millionen in Deutschland zugelassenen Personenkraftwagen nur rund 136.000 Elektroautos. Ende Oktober desselben Jahres waren es bereits etwa 291.000. Allein im Jahr 2020 hat sich die Anzahl von Elektrofahrzeugen in Europa im Vorjahresvergleich fast verdoppelt. In Norwegen lag der Anteil von E-Autos bei Neuwagenkäufen 2020 bei fast 70 %.
Einen großen Anteil an diesem bemerkenswerten Boom hat sicherlich die politische Förderung der Verkehrswende, die in vielen Ländern finanzielle Anreize für E-Autokäufer schafft. Aber es ist eben auch der digitale Wandel, der Elektroautos attraktiver macht.

Längst sind Dinge wie eine vernetzte Verkehrsinfrastruktur, intelligente Assistenzsysteme oder autonomes Fahren keine bloße Science-Fiction mehr, sondern greifbare Realität. Aspekte wie Konnektivität und Automatisierbarkeit werden wichtiger und stehen dem Elektroauto näher als der Verbrennungstechnik.
War der starke Fokus auf der Elektronik einst ein Nachteil des Elektroautos, wird er heute immer mehr zum Vorteil.

Schnittstelle digitales Marketing

Auch beim Thema Marketing machen sich Parallelen zwischen E-Mobilität und Digitalisierung bemerkbar, die den Wandel vorantreiben. So wie sich im Verkehr der Verbrennungsmotor langsam aber sicher als Auslaufmodell abzeichnet, verliert im Marketing die herkömmliche Werbung an Bedeutung. Statt großer Werbekampagnen im Fernsehen oder in den Printmedien gilt zunehmend die Präsenz im Netz als Motor für erfolgreiches Marketing. Das weiß auch die Automobilbranche und nutzt spezielle Agenturen wie PerformanceLiebe, um sich in Suchmaschinenrankings günstig zu platzieren, mit glaubwürdigen Inhalten zu überzeugen und in den sozialen Medien präsent zu sein.

Modernes Marketing holt Kunden dort ab, wo sie sind. Und dieser Ort ist heute eben vor allem das Internet. Insbesondere jüngere Generationen bewegen sich ganz selbstverständlich in der vernetzten digitalen Welt und treffen dort auch zunehmend ihre Kaufentscheidungen. Und es sind eben gerade auch jüngere Kunden, die sich für Elektromobilität interessieren. Auch das kristallisiert sich gerade als Trend heraus. Die bisherige Zielgruppe für die Vermarktung von E-Autos war sehr begrenzt und bestand vor allem aus einzelnen Individuen mit besonderem Interesse am Umweltschutz oder an außergewöhnlichen Technologien. Nun scheint eine ganze „Generation-E“ heranzuwachsen, die Nachhaltigkeit und bewussten Konsum favorisiert und die obendrein zu den „Digital-Natives“ zählt.

Erreichen lässt sich diese digital orientierte und vernetzte Zielgruppe am besten über Onlinemarketing, wo sich eben gerade auch Themen wie Elektromobilität ideal platzieren lassen. Hier findet also geradezu automatisch zusammen, was zusammen gehört.

Mobilitätsstrukturen im Wandel

Die Digitalisierung ändert die Ansprüche des Menschen an die Mobilität. Sie sorgt für mehr Flexibilität und eröffnet einen Markt neuer Möglichkeiten. Jederzeit mit dem eigenen PWK überall hinzukommen, erschien lange unerlässlich, die Nutzung anderer Verkehrsmittel dabei oft unpraktisch und unattraktiv. E-Autos mit geringer Reichweite und einem schlecht ausgebauten Ladenetz passten schlecht in diese Welt. Aber die befindet sich in einem rasanten Wandel.

Dinge wie Homeoffice, Onlineshopping oder sogar die virtuelle Sprechstunde beim Arzt machen mittlerweile viele Wege unnötig. Der nächste ÖPNV-Anschluss lässt sich mit jedem Smartphone auswählen und kommt vielerorts sogar schon „on demand“. E-Bikes und E-Scooter sorgen auf der Kurzstrecke für flottes Vorankommen vorbei am Verkehrsstau in der Innenstadt und ohne lästige Parkplatzsuche. Carsharing-Konzepte füllen die Lücke, wenn es doch einmal der PKW sein muss.

Demgegenüber stehen die mittlerweile fast überall präsenten Nachteile des Autos: Feinstaub, Klimawandel, Kraftstoffpreise, Verkehrslärm und verstopfte Straßen und Parkplätze. Die Kraftstoff-Schleuder vor der eigenen Haustür ist angesichts all dessen schon längst kein Statussymbol mehr und erscheint zunehmend verzichtbar. Das Elektroauto hingegen präsentiert sich immer mehr als attraktive Alternative, die für den alltäglichen Bedarf absolut ausreichend ist. 

Die Autoindustrie passt sich an

Passend zum steigenden Interesse der Konsumenten arbeitet die Automobilbranche am Angebot. Auch hier kommt zusätzlicher Druck aus der Politik. Die aktuellen EU-Vorgaben sehen Strafzahlungen vor, die in die Milliarden gehen können, wenn die Automobilhersteller CO₂-Beschränkungen nicht einhalten.
Nach Jahrzehnten des Zögerns kommt nun also Schwung in die Entwicklung von Elektromodellen, die natürlich ihrerseits mit immer mehr digitaler Technik ausgestattet sein werden.
VW veranschlagt beispielsweise eine Summe von 35 Milliarden Euro für die Umrüstung von Fertigungsanlagen und die Entwicklung neuer Elektroautos in den nächsten fünf Jahren. Konzerntochter Bentley hat zurzeit noch kein Elektroauto im Programm, soll aber bis 2030 gänzlich auf Elektromobilität umschwenken. Andere Hersteller verfolgen ähnliche Pläne. Deutsche Hersteller sind dabei in Sachen Elektromobilität in Europa ohnehin bereits führend. Etwa die Hälfte aller Elektroautos in Europa stammen aus deutscher Produktion.

Wendepunkt der Mobilität scheint absehbar

Die Mobilität in Deutschland und der Welt wird sich weiter verändern. Und digitale Technik und Elektromobilität werden dabei wohl weiter Hand in Hand gehen. Feststoffbatterien sollen für bis zu 1.000 km mit einer Aufladung sorgen, während Softwaresysteme für die Batterieanalytik den Restwerterhalt verbessern sollen. Damit können E-Autos dann auch den Gebrauchtwagenmarkt erobern, wo sie bislang nur einen Nischenplatz einnehmen. Das Wirtschaftsberatungsunternehmen Deloitte prognostiziert derzeit 2032 als das Jahr, in dem der Anteil von E-Autos bei Neuzulassungen die 50 % – Marke überschreitet. So oder so scheint langfristig der Abschied vom Verbrennungsmotor absehbar.

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