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5 Fakten über das Elektroauto

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Renault Elektroautos - Twizy, Zoe und Kangoo (Bild: Renault)

Viele Wissen es nicht, aber es ist nunmal so: Das Elektroauto gibt es mittlerweile seit 130 Jahren und war sogar eine Zeitlang Marktführer. Nachdem die Öl-Industrie zu stark wurde, versank das Elektroauto im Niemandsland. Wir haben die 5 wichtigsten Fakten für das Elektroauto zusammengetragen.

Elektroautos gibt es in unterschiedlichen Art und Weisen

Tatsächlich ist es so, dass man bei einem E-Auto nicht direkt über ein reines Elektrofahrzeug spricht – zumindest auch rein rechtlich gesehen. Das E-Kennzeichen gibt es auch für Fahrzeuge, die lediglich ein Hybrid sind.

Reines Elektroauto: Die sogenannten Battery Electric Vehicles (BEV) verfügen über einen Elektromotor, welcher für den gesamten Antrieb zuständig ist. Der Akku eines reines Elektrofahrzeugs befindet sich meist im Boden des Autos. Zusätzlich werden bei einem Elektroauto auch ganz andere Dinge benötigt, so haben die Hersteller gänzlich neue Zulieferer, die es davor quasi in der Automobilindustrie gar nicht gab.

Voll-Hybride: Hierbei spricht man von einem Fahrzeug mit einem Verbrennungs- und Elektromotor, welche beide für den Antrieb sorgen. Neben einem Tank haben diese Autos auch eine Batterie, welche ganz normal über den Stromanschuss aufgeladen werden. Die Voll-Hybride nennt man auch Plug-in-Hybrid.

Microhybridfahrzeug: Diese Art ist recht irrelevant, sie besitzen keinen Elektromotor sondern haben lediglich elektrische Bremsenergie, damit wird unter anderem die Fahrzeugelektrik versorgt.

Warum gelten solche Fahrzeuge auch als Elektroauto? So steht es im Elektromobilitätsgesetz aus dem Jahr 2015. Die Fahrzeuge müssen lediglich eine Mindestreichweite von 30 Kilometern vorweisen können und maximal einen CO2-Ausstoß von 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer. Nächstes Jahr, 2018, wird die Mindestreichweite übrigens auf 40 Kilometern angehoben.

Elektroautos sind Stadt-Autos? Von wegen…

Nein, Elektroautos sind nicht unbedingt nur für die Stadt. Nicht jedes Elektroauto hat eine mickrige Reichweite. Insbesondere der US-Hersteller Tesla zeigt, in welche Richtung es geht. Das Model S schafft um die 500 – realistischen – Kilometern. Für längere Strecken hat Tesla – auch in Deutschland – eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur.

Tesla Elektro-Roadster (Bild: Tesla Motors)

Tesla Elektro-Roadster (Bild: Tesla Motors)

In Deutschland sind Elektroautos nicht beliebt

Im Januar 2017 hat Deutschland knapp 55.000 Elektrofahrzeuge gemeldet – das entspricht einem Prozentsatz von 0,1 Prozent aller in Deutschland gemeldeten Fahrzeuge. Bis zum Jahr 2020 möchte Deutschland aber eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen bringen. Nun, es ist natürlich eine Sache der Industrie. Es gibt leider keine „guten“ E-Cars von BMW, Mercedes und Co.

Als E-Auto-Fahrer hat man Sonderrechte

Richtig gelesen, als Fahrer eines E-Autos hat man gewisse Sonderregelungen – das wurde ebenso im Elektromobilitätsgesetz aus dem Jahr 2015 festgelegt. Dazu zählen: Bevorzugte Behandlung bei Zufahrsbeschränkungen (z.B. wegen Lärm oder Abgasen), reduzierte Parkgebühren / kostenloses Parken sowie eigene Parkplätze mit Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum. Zusätzlich hat jede Kommune noch anderweitige Regelungen.

Der Kilometerstand eines Elektroautos ist eigentlich egal

Der Kilometerstand spielt bei Elektrofahrzeugen eine untergeordnete Rolle. Insbesondere die Fahrzeuge von Tesla zeigen, dass 500.000 Kilometer absolut kein Problem für das Fahrzeug ist. Zusätzlich macht das sogar der Akku problemlos mit.